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Literarische Führungen auf Hiddensee,Verlag Jena 1800 - Literarische Reisebücher und Stadtpläne, Hiddensee Bücher & Literarische Führungen mit Ute Fritsch auf Hiddensee, in Jena/Weimar und Ahrenshoop
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Opposition und Repression an der Universität Jena 1956 - 1968 - Eine Dokumentation -
Die umfassende Dokumentation zur politischen Universitätsgeschichte Jenas der Jahre 1956 bis 1968 zeigt anschaulich, wie mutig Studenten und Wissenschaftler der Universität für grundlegende demokratische Reformen eintraten und welchen Repressalien des stalinistischen Machtapparates von SED-Parteileitung und Stasi sie daraufhin ausgesetzt waren. Wie reagierten Universitätsangehörige auf politische Vorgänge, z.B. die Geheimrede Chruschtschows auf dem XX. Parteitag der KPdSU und den ungarischen Volksaufstand 1956, den Mauerbau 1961 und den „Prager Frühling“ 1968? Zahlreiche Dokumente wie das „10-Punkte-Programm“ der FDJ-Leitung der Historiker oder die Entschließung der Mathematikstudenten gegen das obligatorische gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium zeigen, wie in allen Bereichen der Universität gegen den stalinistischen Kurs Ulbrichts rebelliert wurde. Die ebenfalls abgedruckten Dokumente des stalinistischen Machtapparates (Berichte und Beschlüsse der Universitätsparteileitung und anderer SED-Gremien, Protokolle von Parteiverfahren, „Operativpläne“ und „Sachstands- Berichte“ des MfS, Berichte der „Geheimen Informatoren“, Urteile des Bezirksgerichts Gera gegen Universitätsangehörige) belegen, wie hart und ungerecht man in dieser Zeit gegen „Andersdenkende“ vorging.
Eingeleitet wird die Publikation mit einer ausführlichen Darstellung der antistalinistischen Opposition 1956 bis 1968 an der Jenaer Universität vom Zeitzeugen und Historiker Werner Fritsch. Der ehemalige Geschichtsstudent Werner Nöckel schildert eindrucksvoll seinen Weg vom linientreuen SED-Mitglied zum Opponenten der stalinistischen Politik Ulbrichts, die ungerechte Verurteilung und die unmenschlichen Haftbedingungen im Zuchthaus Waldheim.
168 Bilder und Illustrationen, 198 Dokumente, Briefe und Faksimiles, hauptsächlich aus Aktenbeständen der Universitätsparteileitung, der SED-Kreisleitung Jena, der Staatssicherheit, des Universitätsarchivs und Privatarchiven, sowie Zeitzeugenberichte ergeben ein authentisches, spannendes Bild dieser politisch hoffnungsvollen wie enttäuschenden Jahre 1956 bis 1968 im Mikrokosmos der Jenaer Universität. Beste Geschichtsaufarbeitung.