VerlagLiterarische Stadtpläne
Literarische Führungen auf Hiddensee,Verlag Jena 1800 - Literarische Reisebücher und Stadtpläne, Hiddensee Bücher & Literarische Führungen mit Ute Fritsch auf Hiddensee, in Jena/Weimar und Ahrenshoop
in Jena/Weimar und Ahrenshoop
Verlag Jena 1800
Wörther Straße 17, 10405 Berlin
Telefon/Telefax: 030/44050222
Mobil: 0170-4125277
E-Mail: verlag∂jena1800.de
100 Dichter, Schriftsteller und Publizisten - Wohnorte, Wirken Und Werke 2. erweiterte Auflage
Spazieren Sie mit diesem literarischen Stadtplan auf den Spuren von 100 Poeten, Publizisten und Philosophen in Berlin quer durch fünf Jahrhunderte. Der in Berlin lebende und seit Jahren durch die Stadt führende Autor Michael Bienert hat die Wohn- und Arbeitsstätten der Schriftsteller in Archiven und vor Ort recherchiert und stellt in lebendigen Kurzporträts die jeweilige Berliner Biographie vor. Durch die auf einem historischen Stadtplan von 1927 und einer aktuellen Innenstadtkarte genau markierten Adressen wird dieser Dichter- und Denkerstadtplan zum nützlichen Wegweiser durch die reiche literarische Topographie der Hauptstadt.
In die nun vorliegende 2. Auflage des Literarischen Berlin wurden 50 Autoren neu aufgenommen und die bereits vorliegenden Texte ergänzt. Entsprechend der erweiterten Konzeption unserer Reihe „literarische Stadtplane" werden nun auch wichtige literarische Schauplätze, Treffpunkte, Cafés, Theater, Museen und Friedhöfe vorgestellt.
So erfahren Sie, wo Kurt Tucholsky eine „Bücher-Bar“ eröffnete und wo E.T.A. Hoffmann zechte, dass Johannes Bobrowski viele seiner Gedichte in der S-Bahn schrieb, Adelbert von Chamisso literarische Projekte beim Dienst an der Torwache am Brandenburger Tor besprach und Gottfried Benn durch einen Sektionskurs im Krankenhaus Moabit zu seinen ersten Morgue-Gedichten inspiriert wurde. Friedrich Schlegel verliebte sich im literarischen Salon in Henriette Herz die Tochter von Moses Mendels Sohn. Else Lasker-Schüler war Stammgast im „Café des Westens“ und im „Romanischen Café“. Hegel lehrte erfolgreich an der Berliner Universität, während Karl Marx wenig später hier zwar fleißig studierte, aber auch „mehrmals wegen Schulden verklagt“ wurde. Wedekind triumphierte mit der Uraufführung von Frühlings Erwachen am Deutschen Theater unter der Regie von Max Reinhardt. Brecht hatte mit seiner Dreigroschenoper am Theater am Schiffbauerdaumm großen Erfolg.
Berlin ist ein wichtiger Schauplatz der Literatur: Während Emil und die Detektive sich am Nollendorfplatz rumtreiben und der Potsdamer Platz in vielen Gedichten besungen wird, zieht es lausig am Alexanderplatz. Der Tiergarten ist Lektüre- und Inspirationsort vieler Schriftsteller, so für Theodor Fontane (Effi Briest) und Heinrich Mann (Im Schlaraffenland). Die unterschiedlichen Facetten der Stadt spiegeln sich in den literarischen Beschreibungen der Viertel und Straßen: Die besondere Atmosphäre am Kurfürstendamm der zwanziger Jahre kann man mit Irmgard Keuns Kunstseiden Mädchen oder mit Gabriele Tergits Käsebier erleben. Bei dem jüdischen Händler Krakauer in der Grenadierstraße im Scheunenviertel kauft der Hauptmann von Köpenick seine Uniform, die soziale Not im Scheunenviertel um 1885 verarbeitet Gerhart Hauptmann in seinem Drama "Die Ratten". Die Sperlingsgasse erhält gar ihren Namen nach einem Roman Wilhelm Raabes. Unter den Linden kann man mit Heines Briefen spazieren gehen, das Pergamonmuseum mit der Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss neu entdecken...
Aus der Perspektive von 100 Dichter-Augen entsteht ein Stadtporträt der besonderen Art.