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Gelehrtes Münster von Jörg W. Rademacher und Christian Steinhagen

88 Schriftsteller, Philosophen und Theologen – Wohnorte, Wirken und Werke - mit einem Vorwort von Götz Alsmann

  • Buch mit 4 farbigen Stadtplänen (Historischer Plan der Stadt Münster von 1903, 2 aktuelle Innenstadtpläne und einer Umgebungskarte)

Inhalt:

Mit diesem „Dichter und Denker Stadtplan“ können Sie auf den Spuren von 88 Schriftstellern, Philosophen und Theologen in Münster und Umgebung wandeln, chronologisch von Fabio Chigi bis Dietrich Schwanitz oder alphabetisch von Kurt Aland bis Peter Wust. Die in Münster lebenden Autoren Jörg W. Rademacher und Christian Steinhagen haben diese Adressen von renommierten Autoren und münsterländischen Originalen vor Ort in den Archiven recherchiert und stellen in lebendig geschriebenen Porträts deren jeweilige Beziehung zur Stadt vor.
Auf der historischen Stadtkarte von 1903 und auf einem aktuellen Stadtplan sind die Adressen markiert und führen Sie so punktgenau zu den Wohn- und Wirkungsstätten der Autoren, ihren Lieblingsorten und den Schauplätzen ihre Werke. So erfahren Sie u. a. ,

  • wo Annette von Droste-Hülshoff und Peter Paul Althaus aufwuchsen
  • dass Peter Hille „Fremdling auf dieser Erde“; das hiesige „Paulinum“ wegen ungenügender Leistungen ohne Abschluss verlassen musste
  • in welchem überfüllten Hörsaal Joseph Ratzinger lehrte und wo der Garten liegt, in dem er mit seinen Studenten saß
  • dass der von seinen Mitschülern „Käfer“ genannte Hermann Löns hunderte gezüchtete Nacktschnecken durch das elterliche Haus Johanniterkommende jagte … Markante Adressen tauchen in den Biografien der Geistesgrößen auf,
  • so allein 38 Kirchen: In der Stadtkirche St. Lamberti predigte der „Löwe von Münster“. Kardinal von Galen „wider der Euthanasie“; Martin Niemöller absolvierte sein Vikariat in der Apostelkirche. Edith Stein entschied sich in der Ludgerikirche für den Karmel, Theodor Fontane wohnte in der Garnisionskirche der Trauung seines Sohnes bei, Fürstin Amalia von Gallitzin ist an der Außenmauer von S. Agatha/Angelmodde begraben.
  • Die alten Baumgänge der „Lindenpromenade“ bewunderte schon Thomas Mann.
  • Auf dem Domplatz prügelte sich die Westfälin Clara Ratzka; später wird sie durch ihre in Münster spielenden Romane wie „Familie Brake“ Freunde nach Münster zu literarischer Spurensuche zu verführen
  • Bei „Töddenhoek“ und „Pinkus Müller“ beschloss der fleißige Student Dietrich Schwanitz „die Bedrohung durch das Realitätsprinzip der Arbeit“ mit der Manie des Festrausches zu bekämpfen“.
  • In „Leppers Altbierküche“ saßen, Bücher schreibend, u.a. Hermann Landois. Hermann Löns und August Wibbelt/li>

    Aus den Beschreibungen der Dichter und Denker, die in den Porträts zitiert werden, ergibt sich ein facettenreiches Bild von Münster. So nannte Fabio Chigi die Stadt schon vor 360 Jahren die „Stadt des Regens“. Löns sah eine „graue Steinarchitektur in grünem Laubwerk, in der sich ein von bunten Prozessionen und tollem Mummenschanz unterbrochenes Leben abspielt“ vor sich. Der in Münster lehrende Golo Mann fand die Stadt „überraschend angenehm, wohlhabend zwar, aber behäbig, patrizisch konservativ, stark aus der westfälischen Landschaft genährt …, der Menschenschlag ist sympathisch.“ Für den jungen Brecht ist Münster schlicht „zu teuer“. Wilhelm Busch streifte gern durch die alte Wiedertäuferstadt, „die Stadt des ewigen Glockenläutens“. Viel Spaß wünschen wir Ihnen auf Ihrer eigenen Spurensuche!

Gelehrtes Münster

ISBN 3-931911-32-2
14,80 €

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