VerlagLiterarische Stadtpläne
Literarische Führungen auf Hiddensee,Verlag Jena 1800 - Literarische Reisebücher und Stadtpläne, Hiddensee Bücher & Literarische Führungen mit Ute Fritsch auf Hiddensee, in Jena/Weimar und Ahrenshoop
in Jena/Weimar und Ahrenshoop
Verlag Jena 1800
Wörther Straße 17, 10405 Berlin
Telefon/Telefax: 030/44050222
Mobil: 0170-4125277
E-Mail: verlag∂jena1800.de

Im Jahr 1996 entschließt sich die Germanistin Ute Fritsch, ihre Arbeit am Schreibtisch der Universität endgültig gegen die als Stadtführerin an der frischen Luft Weimars und Jenas einzutauschen. Im Zuge ihrer langjährigen Forschungen in deutschen Archiven und Bibliotheken - 1995 in einer Hölderlin-Ausstellung dokumentiert - entdeckte sie nicht nur Hölderlins Wohnhaus in Jena, sondern auch ihre Leidenschaft für authentische Schauplätze der deutschen Literaturgeschichte. Die Jenenserin führt die literaturbegeisterten Touristen anhand eines historischen Stadtplans an die Wohnsitze und Schauplätze der deutschen Klassiker in Weimar und Jena. Das Vorlesen entsprechender Stellen aus der Literatur macht die Führungen besonders lebendig und spornt die Spaziergänger zuweilen zu spontanen Rezitationen und Gesprächen über die schönen Künste an. Das große Interesse ermutigt die literarische Grenzgängerin zu einem weiteren Schritt: sie gründet das Unternehmen JENA 1800 – Verlag & Literarische Spaziergänge. Der reisende Schiller auf dem Esel gibt das Schutzgeleit, ein romantisch-verwunschener Hinterhof in der Altstadt beherbergt die junge Unternehmerin und ihr Büro. Zusammen mit dem Verein „Literarisches Jena“ veranstaltete sie in dieser heute nicht mehr erhaltenen Oase Lesungen der lokalen Schriftstellergrößen aus der kulturellen Blütezeit der kleinen Universitätsstadt.
Zu Beginn stellte das Anhängsel „Verlag“ nicht mehr als eine Idee dar. Angeregt von immer häufigeren Nachfragen nach einem Begleitbuch und dem wichtigsten Instrument der Führung, dem historischen Stadtplan, druckt Ute Fritsch 1997 das erste Poster: Klassisches Weimar, gemeinsam entwickelt mit der Weimarer Grafikerin Katharina Hertel. Zusammen mit den folgenden Postern Romantisches Jena und Literarisches Leipzig dienen sie mehr dem Merchandising der Führungen denn als eigenständige Publikationen. Das soll sich bald ändern; und zwar als Weimar 1999 Weltkulturstadt sein darf und die Kleinstadt als Literaturmetropole in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Bei Erscheinen des ersten Plans in Buchform, dessen Titel Weimar 99 Persönlichkeiten geschickt auf das Kulturereignis anspielt, interessiert sich der Buchhandel und schließlich die Presse für die originelle Idee der „Literarischen Stadtpläne“, die in dieser Form ein Novum auf dem Buchmarkt sind.
Anfangs vereint Ute Fritsch die Aufgaben der Herausgeberin, Autorin, Verlegerin, Vertreterin, Pressesprecherin und Auslieferin in einer Person. Mit der Frankfurter Publikation, die ebenfalls im Goethejahr 1999 erscheint, überschreitet die Klassik-Spezialistin ihr Fachgebiet und übergibt die Recherche und das Schreiben an literaturkundige Stadtführer vor Ort; später auch in Dresden, Marburg und Heidelberg. Inzwischen sprechen eine Reihe von Autoren bei der Verlegerin vor, z. B. auf den Buchmessen, um „ihre“ Stadt für die Reihe „Literarische Stadtpläne“ vorzuschlagen.
Das bisherige Learning-by-doing - vor allem in der praktischen Zusammenarbeit mit dem Buchhandel - wird durch viele Gespräche innerhalb der regen Kleinverleger-Szene im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg unterstützt. Ute Fritsch baut den Verlag peu à peu auf, wobei die Gewinne konsequent in neue Buchprojekte gesteckt werden. Inzwischen entsteht durch mühevolle Aufbauarbeit ein deutschlandweites Netz von Buchhandlungen, das dem Verlag regelmäßige Bestellungen für die notwendige Kontiniuität beschert. Nichtsdestotrotz versucht Ute Fritsch für jedes neue Projekt die Kultur- und Tourismusverantwortlichen der anvisierten Städte zur Mitfinanzierung der immer umfangreicheren und aufwendiger produzierten Pläne zu gewinnen. Der Münchener Regierende Bürgermeister erkor den Plan Literarisches München zum offiziellen Präsent für Gäste der Stadt. Doch auch ohne fremde Unterstützung geraten die Pläne 2001 schließlich zu echten Publikumsrennern wie Literarisches Berlin und Literarisches Hamburg.
Der zuletzt im Dezember 2002 erschienene Plan Literarisches Zürich übertrifft in Form und Inhalt alle bisherigen Publikationen der Reihe und wird in der Presse bereits als umfassendes Nachschlagewerk gehandelt. Dieser Erfolg bestätigt die Verlegerin in ihrem Mut zur Grenzüberschreitungen, geographisch gesprochen. Im Frühjahr 2003 heißt die Route: Von Paris über Hiddensee nach St. Petersburg. Nach fast fünfjähriger Verlagsarbeit freut sich Ute Fritsch, wieder als Autorin die Künstlerkarte Hiddensee zu betreuen. Allerdings werden die deutschen Städte nicht vergessen und auch eine erste zweisprachige Ausgabe ist für dieses Jahr geplant. Wir unterrichten Sie ab sofort auf diesen Seiten über die aktuellen Pläne aus Berlin und Jena und bauen weiterhin auf die rege Teilnahme unserer Leser und Leserinnen an unserem Programm.